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Afrikas Sonne nutzen

15.9.2010 Afrikas Sonne nutzen – darum ging es bei der Konferenz „Solarenergie für Afrika“ am 3. und 4. September 2010 in der Fachhochschule Düsseldorf. Veranstalter waren die Vereine Dialog International (Düsseldorf), Lernen-Helfen-Leben (Vechta / Düsseldorf) und die Fachhochschule Düsseldorf. Unter den Teilnehmern: entwicklungspolitisch Engagierte, Unternehmer, die mit regenerativen Energien arbeiten, Studenten und Schüler und viele hier lebende Afrikaner.

Afrikas Sonne weckt Begehrlichkeiten. Es gibt Pläne für riesige Kraftwerke – und zu befürchten ist, dass die Afrikaner wieder nur Zaungäste des Wohlstands werden. Um diese Mammutprojekte geht es uns nicht. Unser Ziel: einfache Techniken, die heute helfen können, die Grundbedürfnisse der

Menschen zu befriedigen, auch abseits der Nobelviertel und der großen Städte. Die helfen können, die Entwaldung, die Erosion und die Ausbreitung der Wüsten zu stoppen. Die es möglich machen, auch auf dem Dorf nach Sonnenuntergang noch Zeitung zu lesen oder Schularbeiten zu machen.

Die Themen reichten von "Solarenergie in der Lebensmittelerzeugung", z.B. solares Trocknen, über Solarkocher, Biogasprojekte, kleine Wind- und Wasserkraftwerke und "solares Licht", ländliche Elektrifizierung. Am Samstag gabe s Workshops, vom Bau kleiner Solarlampen über den Selbstbau eines Solartrockners und des Ein-Euro-Kochers bis zur Verarbeitung von Früchten zu Saft und Marmelade auf dem Holzspar-Ofen Save80 - ein wichtiges Thema in Regionen, wo Mango, Avocado und andere Früchte schnell verderben. Die Fachhochschule stelle ihre eigenen Forschungen im Bereich der Photovoltaik und des solaren Kühlens vor.

Fatoumata Siré Diakite, Botschafterin der Republik Mali und Schirmherrin der Konferenz, brachte die Stimmung vieler afrikanischer Teilnehmer auf den Punkt, wenn sie ihnen zurief: Afrika braucht euch und eure Kenntnisse. Ihr könnt etwas erreichen für unsere Heimat.

Das deutsch-afrikanische Vorbereitungsteam ist weiter aktiv. Nächstes Thema: Solarenergie und Afrikapartnerschaften in der Schule. Und auf Dauer reicht es natürlich nicht, in Deutschland Solarkonferenzen für Afrika zu machen... (G.Pauli)

Berichte von der Konferenz und Infos, wie es weitergeht, stehen auf

www.aktuell.solarenergie-fuer-afrika.de